Artikel forum hno 3/2021 Seite 162

Titel:
Aktuelle Meldungen und Strategien aus der Welt der Reisemedizin: Oxyuriasis – nicht nur eine Tropeninfektion
Zusammenfassung:
Im Zuge der aktuellen Corona-Lage und des damit verbundenen (gezwungenermaßen) abnehmenden Reiseverhaltens rücken wieder andere Infektionen in den Fokus, die nicht nur in den Tropen, sondern auch in gemäßigten Regionen der Welt vorkommen. Hierzu gehört auch die durch den Madenwurm Enterobius vermicularis verursachte Oxyuriasis. Weltweit sind geschätzt mehr als eine Milliarde Menschen mit Enterobius vermicularis infiziert. Und auch in Deutschland stellt die Oxyuriasis eine der häufigsten Parasitosen (insbesondere bei Kindern im Alter zwischen 4 und 11 Jahren) dar. Aus mikrobiologischer Sicht ist auffällig, dass es nach wie vor große Unsicherheiten bei der Übertragung, Diagnostik und Therapie gibt. Insbesondere die Einsendung von falschem Material führt sowohl für den Einsender als auch für das mikrobiologische Labor immer wieder zu frustranen Situationen, da entweder keine entsprechende Untersuchung möglich ist oder es trotz sicherem Wurmbefall keinen Nachweis von Wurmeiern gibt. Daher soll im vorliegenden Artikel in erster Linie auf die drei oben genannten Punkte eingegangen werden.
Zusammenfassung englisch:
In the wake of the current corona situation and the associated (forced) decrease in travel, other infections that occur not only in the tropics but also in temperate regions of the world are once again coming into focus. These include oxyuriasis caused by the pinworm Enterobius vermicularis. Worldwide, it is estimated that more than one billion people are infected with Enterobius vermicularis. And also in Germany, oxyuriasis represents one of the most common parasitoses (especially in children between 4 and 11 years of age). From a microbiological point of view, it is striking that there are still great uncertainties in transmission, diagnosis and therapy. In particular, the submission of incorrect material repeatedly leads to frustrating situations for both the sender and the microbiological laboratory, as either no appropriate examination is possible or there is no evidence of worm eggs despite certain worm infestation. Therefore, this article will primarily address the three points mentioned above.
Autoren:
Tanja Roth
Schlüsselwörter:
Enterobius vermicularis, Oxyuriasis, Reisemedizin
Schlüsselwörter englisch:
Enterobius vermicularis, oxyuriasis, travel medicine